Am Wochenende hat uns die Sonne ja noch einmal so richtig verwöhnt.
Daher blieben alle Bastelsachen im Schrank und abgesehen vom Kinobesuch Samstagabend, ging es raus ins Licht und in die warme Sonne.
Lesen kann man ja aber auch in der Sonne, daer hier mein Buchtipp für Euch :
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| Bild via amazon.de |
Im Kino startet ja gerade der Film zum Buch, aber die Ausschnitte, die ich bisher davon gesehen habe, haben mich trotz Florian David Fitz, den ich ja ne coole Socke finde, (noch) nicht überzeugt.
Das Buch und die zugrunde liegende Story an sich, kann ich Euch aber wärmstens ans Herz legen.
Daniel Kehlmann porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Viel Spass beim Lesen,
ob nun in der Sonne oder bei
einer schönen Tasse Tee & im Winde raschelnden Herbstlaub.
Maren